EU-Gipfel in Brüssel: Merz nennt Vorschlag für EU-Haushalt »viel zu hoch« 19.06.2026

Während des EU-Gipfels in Brüssel kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz den aktuellen Vorschlag für den EU-Haushalt 2028-2034 als „viel zu hoch“. Der Entwurf sieht ein Volumen von rund zwei Billionen Euro vor, was Deutschland sowie Österreich und den Niederlanden zu Ablehnungen und Forderungen nach einer Reduzierung der Zahlen veranlasste. Merz sprach sich zudem deutlich gegen die Aufnahme neuer gemeinsamer EU-Schulden aus und forderte eine Anpassung der Einnahmen- und Ausgabenstruktur. Im Gegensatz dazu plädieren Länder wie Spanien, Italien und Polen, organisiert als „Freunde der Kohäsion“, für ein höheres Budget zur Angleichung der Lebensstandards. Die Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen treten nun in die konkrete Phase ein, könnten jedoch durch anstehende nationale Wahlen in verschiedenen EU-Staaten im kommenden Jahr erheblich verzögert werden.














