Die EU-Kommission lehnt es ab, nach der erfolgreichen Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“ gesetzgeberische Maßnahmen zu ergreifen, um das dauerhafte Unbrauchbarmachen von Spielen durch Serverabschaltungen zu verhindern. Trotz knapp 1,3 Millionen Unterschriften verweist die Kommission auf bestehende geistige Eigentumsrechte der Publisher und setzt stattdessen auf einen Dialog über Industriestandards. Auslöser waren Fälle wie Ubisofts „The Crew“ und Sonys „Firewall Ultra“. Während Publisher argumentieren, dass gesetzliche Pflichten die Kosten erhöhen würden, fordern Verbraucherschützer wie Tiemo Wölken einen Schutz vor „digitalem Totalschaden“. Die von YouTuber Ross Scott ins Leben gerufene Initiative gibt die Hoffnung nicht auf und versucht nun, ihre Forderungen über das Europaparlament in den geplanten Digital Fairness Act integrieren zu lassen, um eine rechtliche Grundlage für den Erhalt von Videospielen zu schaffen.