EU-Parlament fordert höheres Budget Die Zwei-Billionen-Euro-Frage 28.04.2026

Das Europäische Parlament hat eine deutliche Mehrheit für einen EU-Haushalt von zwei Billionen Euro für die Jahre 2028 bis 2034 befürwortet und damit seine Position für die bevorstehenden Verhandlungen mit der EU-Kommission und den Staats- und Regierungschefs festgelegt. Diese vorgeschlagene Summe übersteigt die 1,76 Billionen Euro der EU-Kommission um etwa zehn Prozent und wird von Parlamentariern wie Siegfried Muresan als notwendig für die Stärkung von Sicherheit, Energieunabhängigkeit, Ernährungssicherheit und Cybersicherheit begründet, da diese Herausforderungen die Kapazitäten einzelner Mitgliedstaaten übersteigen. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert den Haushaltsentwurf als zu großzügig und unpassend zu den Konsolidierungsanstrengungen der Mitgliedstaaten, während Terry Reintke vom EU-Parlament diese Kritik als "nationales Scheuklappendenken" bezeichnet und eine stärkere Europäische Union fordert. Streitpunkte sind auch die Zusammenführung von Agrar- und Regionalförderung, die Verteilung von EU-Geldern sowie Einnahmevorschläge wie Abgaben auf Elektronikschrott und Tabaksteuern, die von Jordan Bardella scharf kritisiert werden. Die Verhandlungen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.













