Das EU-Parlament hat erneut die von der EU-Kommission und mehreren Mitgliedsstaaten gewünschte Verlängerung der sogenannten „freiwilligen Chatkontrolle“ abgelehnt. Diese Praxis, bei der Unternehmen wie Meta und Google die Kommunikation auf ihren Plattformen automatisch auf Darstellungen von Kindesmissbrauch prüfen, verstößt gegen EU-Datenschutzregeln und bedarf befristeter Ausnahmeregelungen, deren aktuelle Fassung am 3. April ausläuft. Das Parlament befürwortet stattdessen eine kürzere Laufzeit bis August 2027 und strikte Einschränkungen, wie die Suche nur bei konkretem Verdacht. Verhandlungen über einen Kompromiss scheiterten, da der Rat eine anlasslose Überwachung offenhalten möchte, während das Parlament dies ablehnt.