EU probt den Ernstfall : Wie Europa auf hybride Angriffe reagieren will 05.05.2026

Angesichts wachsender Zweifel an der Zuverlässigkeit der Nato unter US-Präsident Donald Trump hat die Europäische Union am Montag eine großangelegte Krisenübung zur Stärkung ihrer eigenen Beistandsklausel durchgeführt. Botschafter der EU-Mitgliedstaaten und Experten simulierten dabei die Reaktion auf hybride Bedrohungen, wie etwa Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen oder Sabotageakte. Ziel der Übung ist es, die Handlungsfähigkeit der Union bei Angriffen zu verbessern, falls die Nato aufgrund politischer Blockaden nicht eingreifen kann. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits im Februar auf der Münchner Sicherheitskonferenz für eine solche strategische Autonomie geworben. Die EU-Beistandsklausel gemäß Artikel 42.7 des EU-Vertrags verpflichtet die Mitgliedstaaten zu umfassender Unterstützung, was eine rechtlich schärfere Form der Beistandspflicht darstellt als das Nato-Pendant in Artikel 5.














