Der Rat der Europäischen Union hat eine Änderung der Messgeräterichtlinie (MID) beschlossen, um die Anforderungen für Messgeräte zu modernisieren und bürokratische Hürden abzubauen. Insbesondere sollen Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge und Zapfsäulen für Gase wie Wasserstoff harmonisierten und technologieneutraleren Regeln unterliegen. Ein zentraler Punkt ist die Vereinfachung des Kabelaustauschs an Ladestationen: Beschädigte oder gestohlene Kabel sollen künftig ohne erneute messtechnische Prüfung der gesamten Anlage ausgetauscht werden können, solange die metrologischen Eigenschaften erhalten bleiben. Die Richtlinie erfasst zudem Messgeräte für thermische Energie, auch für Kühlanwendungen, und erlaubt die Anzeige von Messdaten auf Endnutzergeräten. Die Umsetzung in nationales Recht durch die Mitgliedstaaten wird voraussichtlich 24 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung dauern.