EU-Reaktionen auf Iran-Konflikt Nur in der Zuschauerrolle 01.03.2026

Die Europäische Union nimmt nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran eine weitgehend passive Zuschauerrolle ein, da ihr Einfluss auf Konflikte im Nahen Osten begrenzt ist. Während einige EU-Staaten zeitnah informiert wurden, waren die meisten nicht in die Militäroperationen eingebunden. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas berief eine Sondersitzung ein, die mit einer Erklärung der "größten Besorgnis" und der Ankündigung zusätzlicher Sanktionen endete, um die Sicherheit der EU zu schützen und eine Eskalation zu verhindern. Als konkrete Maßnahme wird der EU-Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Roten Meer verstärkt, wobei Frankreich zwei zusätzliche Schiffe bereitstellen wird. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte Skepsis hinsichtlich der Wirksamkeit europäischer Appelle und Sanktionen, während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Angriffe des Iran scharf verurteilte und zur Zurückhaltung aufrief. Die EU-Staaten zeigen unterschiedliche Reaktionen, wobei Deutschland, Frankreich und Großbritannien eine gemeinsame Erklärung abgaben, während Spanien die einseitige Militäraktion der USA und Israels ablehnte.













