EU-Sonderstatus für Ukraine Selenskyj nennt Merz-Vorschlag "ungerecht" 23.05.2026

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt den Vorschlag von CDU-Chef Friedrich Merz für einen EU-Sonderstatus für die Ukraine entschieden ab und fordert stattdessen die volle Mitgliedschaft. Selenskyj bezeichnete einen solchen Status als "ungerecht", da die Ukraine damit "ohne Stimme" in der EU bliebe. Er kritisierte, dass der Erweiterungsprozess zu lange dauere und Europa sich schneller bewegen müsse, um die Ukraine nicht in einem "Warteraum" zu belassen. Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, Deutschland unterstütze die Ukraine und sehe sich als Wegbereiter für eine EU-Mitgliedschaft; Merz' Vorschlag solle eine Debatte eröffnen, während die Vollmitgliedschaft das Ziel bleibe. Selenskyj betonte, dass ein europäisches Projekt ohne die Ukraine unvollständig sei und ihr Platz gleichberechtigt sein müsse, und sieht nach der Abwahl Orbans nun den Weg für echte Fortschritte bei den Beitrittsverhandlungen frei.














