EU-Zwangsmaßnahme: WhatsApp muss andere KI-Anbieter zulassen 09.06.2026

Die EU-Kommission zwingt den Messengerdienst WhatsApp, der zum US-Konzern Meta gehört, innerhalb von fünf Werktagen KI-Assistenten anderer Anbieter in der Europäischen Union wieder kostenlos zuzulassen. Die Kommission befürchtet andernfalls „ernsthaften und nicht wieder gutzumachenden Schaden“ für den Wettbewerb im Markt für universelle KI-Assistenten, da kleinere Anbieter und neue Marktteilnehmer die Chance hätten, etablierte Großunternehmen herauszufordern. WhatsApp gilt als wichtiger Zugangspunkt zu Verbrauchern in Europa für KI-Unternehmen, und die EU möchte die Wahlfreiheit der Bürger wahren. Meta hatte im Oktober 2025 Drittanbietern den Zugang zu Schnittstellen gesperrt, woraufhin nur Metas eigene KI verfügbar war. Obwohl Meta im März nach Drohungen mit Zwangsmaßnahmen den Zugang formal wieder öffnete, wurde eine Gebühr eingeführt, die von der EU als faktische Fortsetzung der Zugangssperre gewertet wird. Bei Verstößen drohen Meta hohe Bußgelder.














