Ein akuter Kerosinmangel in Europa konnte bisher durch eine gesteigerte Produktion in heimischen Raffinerien und erhöhte Rohölimporte, die im April um rund 60 Prozent stiegen, verhindert werden. Laut Argus Media wurde der Kerosinanteil an der Produktion von 10 auf 12 Prozent erhöht und Wartungsarbeiten wurden reduziert. Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Lage prekär, da die Lagerbestände rapide sinken und bei einer anhaltenden Blockade der Straße von Hormus bis September auf unter ein Drittel des Vorkriegsniveaus fallen könnten. Während die Sommermonate stabil erscheinen, droht im Winter eine schwere Krise. Hohe Treibstoffpreise, die derzeit etwa 50 Prozent über dem Vorkriegsniveau liegen, sowie auslaufende Absicherungsgeschäfte könnten Fluggesellschaften dazu zwingen, zehntausende Flüge in ihren Winterflugplänen zu streichen, was die Branche massiv gefährden würde.