Europäische Union: Das „Ruanda-Modell“ wird möglich – EU-Parlament billigt strengeres Asylrecht 10.02.2026

Das Europäische Parlament hat zwei wesentliche Verschärfungen im EU-Asylrecht verabschiedet, die im Juni 2026 in Kraft treten sollen. Diese Änderungen ermöglichen es den EU-Mitgliedstaaten, Migranten in Drittstaaten abzuschieben, selbst wenn diese keinen Bezug zu diesen Ländern haben, wo sie dann Asyl beantragen sollen. Zudem wurde eine Liste von als sicher eingestuften Herkunftsstaaten genehmigt, was zu beschleunigten und mehrheitlich abgelehnten Asylverfahren für Antragsteller aus diesen Ländern führt, darunter Bangladesch, Indien und Tunesien. Diese neuen Regelungen, die eine Grundlage für das „Ruanda-Modell“ schaffen, wurden mit Unterstützung rechter Parteien verabschiedet und stoßen auf Kritik von Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl und SOS Humanity, die die Einstufung Tunesiens als widersprüchlich zur dortigen Menschenrechtslage bemängeln.














