EVP und AfD: Manfred Weber sitzt zwischen den Stühlen 20.03.2026

Die Europäische Volkspartei (EVP) feierte ihr 50-jähriges Bestehen in Brüssel, doch hinter der festlichen Fassade brodeln interne Konflikte über den zukünftigen Kurs der Fraktion. Vorsitzender Manfred Weber (CSU) steht unter massivem Druck, da die Fraktion gespalten ist: Während die spanische Delegation unter der Führung von Dolors Montserrat Mehrheiten mit rechten Parteien anstrebt und die EVP als politische Heimat für alle Nicht-Linken sieht, lehnen die deutschen Abgeordneten, angeführt von Niclas Herbst, eine Zusammenarbeit mit der AfD strikt ab. Diese Spannungen wurden durch Enthüllungen über eine kurzzeitige Zusammenarbeit mit der AfD bei einem Gesetzentwurf zur Abschiebung verschärft, was zu scharfer Kritik von CDU-Chef Friedrich Merz und Markus Söder führte. Weber versucht, die Fraktion zusammenzuhalten, indem er die Zusammenarbeit mit wechselnden Mehrheiten beibehält, solange die EVP ihre Positionen durchsetzen kann, während er gleichzeitig interne Richtlinien für mehr Sensibilität im Umgang mit der AfD verschärft.















