Profil:Der „Kardinal“ schlägt zurück, gleich doppelt 01.05.2026

Im Pariser Berufungsprozess um die mutmaßliche libysche Wahlkampffinanzierung für Nicolas Sarkozy im Jahr 2007 belasten dessen ehemaliger engster Vertrauter Claude Guéant und der Ex-Präsident gegenseitig schwer. Guéant, einst Sarkozys Kabinettschef und später Innenminister, der sich krankheitsbedingt von den Verhandlungen dispensieren ließ, hat trotz seiner Abwesenheit durch zwei schriftliche Erklärungen scharfen Gegenwind für Sarkozy erzeugt. Sarkozy versucht, seine Vertrauten, insbesondere Guéant, als die allein Schuldigen darzustellen, indem er behauptet, ohne sein Wissen gehandelt zu haben. Guéant hingegen beteuert, alles im Dienste Sarkozys getan zu haben und schildert ein Treffen Sarkozys mit Muammar al-Gaddafi, bei dem es um die Aufhebung eines Haftbefehls gegen Gaddafis Schwager Abdallah Senoussi gegangen sein soll, im Austausch für die angeblichen Wahlkampfmillionen. Sarkozy bestreitet dies und behauptet, nichts gewusst zu haben.














