Der Nahostkrieg und die daraus resultierende Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA werden in Russland mit gemischten Gefühlen betrachtet. Osteuropa-Experte Alexander Friedman erklärt gegenüber ntv.de, dass Russland zwar diplomatisch bei den Verhandlungen außen vor war und von den steigenden Ölpreisen während des Konflikts profitiert hat, nun aber mit sinkenden Preisen und einer geringeren internationalen Relevanz konfrontiert ist. Die russische Propaganda stellt den Iran als Sieger dar und lenkt die Kritik primär auf Israel, indem sie antisemitische Verschwörungsmythen und Vergleiche mit den Nazis bedient, um die eigene Bevölkerung zu mobilisieren und gleichzeitig Trump nicht zu provozieren. Diese Darstellung hat in Russland eine lange Tradition und wird als Win-Win-Situation für den Kreml angesehen, da sie Solidarität mit dem Iran zeigt, vertraute Narrative bedient und die USA schont.