Expertin: Lehrer bei "religiösen Konflikten sehr ängstlich" 13.03.2026

Ein Vorfall an einer Gesamtschule in Kleve, bei dem nicht fastende Kinder während des Ramadan von fastenden Mitschülern provoziert wurden und umgekehrt, hat eine breite Diskussion über kulturelle Konflikte an Schulen ausgelöst. Laut der Pädagogik-Professorin Margit Stein ist dies ein typisches Beispiel für religiös motivierte Konflikte, die in ihrer Forschung aufgedeckt wurden. Ihre Studien zeigen, dass ein Drittel der Befragten von solchen Konflikten berichtet, wobei ein Viertel sie als radikalisiert wahrnimmt. Stein betont, dass Lehrkräfte bei diesen Auseinandersetzungen oft unsicher sind und sich scheuen, einzugreifen, insbesondere wenn sie sich im Islam nicht auskennen. Sie plädiert dafür, dass Lehrkräfte pädagogisch gegen jegliche Form von Mobbing vorgehen und die Freiheit jedes Schülers respektieren sollten, unabhängig von dessen Glauben oder Praktiken. Der Beratungsbedarf an Schulen steigt, da die Gesellschaft vielfältiger wird und externe Konflikte wie Kriege die Spannungen verstärken.














