F-35: US-Hersteller will von Schweizer Industrie profitieren und verspricht dafür mehr Gegengeschäfte 07.07.2026

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin plant, die Beteiligung an Schweizer Offset-Vorhaben im Rahmen des F-35-Geschäfts signifikant zu erhöhen. Statt der ursprünglich vereinbarten 60 Prozent soll der Konzern nun 73 Prozent des Vertragswerts in der Schweiz kompensieren, um die heimische Industrie und Forschung in sicherheitsrelevanten Bereichen zu stärken. Dies umfasst Projekte wie die Entwicklung von Trainingsmunition bei Rheinmetall in Zürich sowie die Förderung einer Chipproduktion und nachhaltiger Treibstoffe. Trotz der Vorteile für die Schweizer Wirtschaft entstehen hohe Kosten, da die Kompensationsgeschäfte im Kaufpreis von rund 6 Milliarden Franken enthalten sind. Während die Armasuisse den Erwerb von Fachwissen durch die Ruag priorisiert, bleibt die genaue Anzahl der in der Schweiz zusammengebauten Jets offen. Gleichzeitig fordert Rüstungschef Urs Loher eine Lockerung des Waffenexportgesetzes, um die nationale Verteidigungsfähigkeit und die heimische Rüstungsindustrie langfristig zu sichern.
















