Familiennachzug: Betroffene im „rechtlichen Vakuum“ 02.07.2026

Die formale Auslaufverordnung zum Stopp des Familiennachzugs nach einem Jahr läuft am Donnerstag aus, gefolgt von einer geplanten Quotenregelung, die von Experten als rechtswidrig eingestuft wird. Juristen wie Anuscheh Farahat und Lukas Gahleitner-Gertz kritisieren den aktuellen Zustand als „rechtliches Vakuum“ für Betroffene, da eine klare gesetzliche Grundlage für Familienzusammenführungen von international Schutzberechtigten fehle. Das Innenministerium verteidigt das Vorgehen unter Verweis auf die Überlastung des Bildungswesens, während die Kritik auf die Verletzung des Rechts auf Familienleben gemäß Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention abzielt. Die geplante Quotenregelung, die ursprünglich im Mai beschlossen wurde, muss noch in das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz integriert werden, was durch die Zustimmung der Länder verzögert wird, wodurch ein Zustand der Unsicherheit und Rechtswidrigkeit entsteht.














