FCAS: Viele gescheiterte Rüstungskooperationen 10.06.2026

Das deutsch-französische Projekt für ein Kampfflugzeug der sechsten Generation, das Future Combat Air System (FCAS), ist nach jahrelanger Entwicklung und Investitionen von rund drei Milliarden Euro gescheitert. Die Gründe liegen in einer mangelnden Einigung über die Aufgabenteilung zwischen Airbus und Dassault sowie in gegensätzlichen strategischen Anforderungen; während Frankreich Atomwaffenfähigkeit und Trägernutzung forderte, lehnte Deutschland dies ab. Der Artikel ordnet dieses Scheitern in eine historische Reihe ähnlicher Misserfolge ein, darunter das European Combat Aircraft (ECA), die Aufklärungsdrohne Eurohawk sowie gemeinsame Fregatten- und Panzerprojekte. Diese scheiterten konsistent an technischen Differenzen, nationalen Eigeninteressen oder regulatorischen Hürden. Während Projekte wie der Eurofighter und Tornado als Erfolge gelten, verdeutlicht das FCAS-Aus die anhaltenden Schwierigkeiten europäischer Rüstungskooperationen, was nun die Suche nach Alternativen wie dem britisch-italienisch-japanischen „Tempest“ forciert.














