Fehlende Strukturreformen: WIFO, IHS skeptisch zu Doppelbudget 10.06.2026

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und das Institut für Höhere Studien (IHS) äußern sich skeptisch gegenüber dem von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) präsentierten Doppelbudget 2027/28. Zwar wird die Schaffung von Planungssicherheit gelobt, doch warnen Experten wie Bonin und Schratzenstaller vor einem fehlenden Puffer bei geopolitischen Krisen. Das Ziel, das Defizit bis 2028 auf drei Prozent des BIP zu senken, gilt als unrealistisch; das IHS prognostiziert Werte von 3,2 bis 3,3 Prozent, während der Fiskalrat sogar 3,8 Prozent erwartet. Kritisiert wird insbesondere der Mangel an tiefgreifenden Strukturreformen in Bereichen wie Gesundheit, Bildung und Pensionen. Zudem wird bemängelt, dass die Konsolidierung zu 70 Prozent über Einnahmen erfolgt und ökologische Investitionen sowie die Kürzungen bei den ÖBB und der Entwicklungszusammenarbeit problematisch seien.














