Felix Immoos geht nach 48 Jahren als Felsputzer an der Axenstrasse, einer der gefährlichsten Verbindungen zwischen Uri und Schwyz, in Pension. Seit seinem Arbeitsbeginn mit 16 Jahren sicherte er die Strecke gegen Steinschlag und Felsstürze. Besonders bekannt wurde Immoos im Februar 1992, als er im Gebiet Ölberg einen instabilen Felsen von 15'000 Kubikmetern entdeckte, dessen kontrollierte Sprengung live im Fernsehen übertragen wurde. Während die Ausrüstung von einfachen Hanfseilen und Holzbrettern zu modernen Klettergstältli und Nylonseilen avancierte, bleibt die Strecke aufgrund der Geologie riskant. Immoos beendet seine Karriere zeitgleich mit dem Fortschritt des Generationenprojekts zur Tunnelverlegung der Strasse, die ab 2033 die Gefahren an der Oberfläche dauerhaft beseitigen soll. Neben seinem Beruf als Felsputzer führte er zudem einen Landwirtschaftsbetrieb.