Fensterln, Weisertwecken und Hungerbaum: Fünf kuriose Bräuche aus Bayern 05.04.2026

Bayern ist bekannt für seine vielfältigen und oft kuriosen Bräuche, von denen einige eine lange Geschichte haben und bis heute praktiziert werden. "Fensterln" war eine heimliche Methode junger Männer, ihre Angebeteten zu besuchen, da es früher gesetzlich verboten war, Gelegenheiten zur Unzucht zu schaffen, und Eltern oft die Annäherung ihrer Töchter an junge Männer ablehnten. Der "Hungerbaum" ist eine deutliche Aufforderung zur Heirat, die in Gärten von Paaren gepflanzt wird, die nach sieben Jahren Beziehung noch nicht verheiratet sind, und wurzelt in arrangierten Ehen, bei denen die Hofübergabe oft verzögert wurde. Der über 500 Jahre alte Schäfflertanz in München entstand 1517 als Mittel zur Aufmunterung der Bevölkerung während einer Pestepidemie und findet alle sieben Jahre statt. Das "Weisertwecken" ehrt die Geburt eines männlichen Erben mit einem Weißbrotgeschenk, dessen Länge dem Gewicht des Kindes entspricht. Schließlich ist das "Fingerhakeln", das früher zur Beilegung von Streitigkeiten diente, heute ein organisierter Sport in Bayern und Österreich.














