Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) bei seiner Budgetrede im Parlament. 10.06.2026

Die österreichische Bundesregierung plant im Doppelbudget bis 2028 Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro, um das EU-Defizitverfahren zu verlassen und ein Defizitziel von drei Prozent zu erreichen. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) räumt ein, dass keine großen Puffer vorhanden sind. Zusätzliche Ausgaben und Abgabenkürzungen, wie eine Senkung der Lohnnebenkosten um einen vollen Prozentpunkt ab 2028, sollen gegenfinanziert werden, unter anderem durch eine Erhöhung der Körperschaftssteuer bei hohen Unternehmensgewinnen und eine Verschiebung der Abgabenstruktur hin zu Unternehmen und Vermögenseinkommen. Pensionen sollen bis 2028 nur moderat angepasst werden, was zu Einsparungen von 559 Millionen Euro führen soll. Unsicherheiten bestehen aufgrund der Weltlage, konjunktureller Entwicklungen und noch ungeklärter Themen wie Glücksspielnovelle, klimaschädliche Förderungen, Uni-Finanzierung und Wehrdienstreform.














