Fleischhauer zum Fall Ulmen: Kritik an Generalverdacht gegen Männer 27.03.2026

Der FOCUS-Kolumnist Jan Fleischhauer kritisiert in der öffentlichen Debatte um die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen ein Muster, bei dem aus einem Einzelfall schnell ein Generalverdacht gegen alle Männer konstruiert wird. Er bemängelt, dass ein langjährig etablierter gesellschaftlicher Grundsatz, nämlich nicht von Einzelfällen auf ganze Gruppen zu schließen, im Fall Ulmen aufgegeben wird, während er bei anderen Fällen wie Terroranschlägen aufrechterhalten wird. Fleischhauer kritisiert auch das demonstrative Distanzieren von Ulmens Umfeld, bevor Ermittlungen abgeschlossen sind, und sieht darin eine Anpassung an ein Klima, in dem Schweigen als Schuld gilt. Er hält auch die politische Forderung nach Äußerungen von Spitzenpolitikern wie Ricarda Lang für abwegig und sieht darin eine selektive Empörung, die ihren eigenen Maßstab verloren hat.














