Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), legt nahe, dass die Verringerung von Aerosolemissionen zur Verbesserung der Luftqualität paradoxerweise zu einer beschleunigten Erderwärmung beitragen könnte. Forscher der Duke University und der Tsinghua University analysierten Daten von 2013 bis 2023 und stellten fest, dass in diesem Zeitraum die globale Erwärmung von 0,179 auf 0,263 Grad Celsius pro Jahrzehnt anstieg, während Aerosolemissionen, wie in China durch Maßnahmen zur Luftverbesserung und global durch neue Schiffstreibstoffrichtlinien, zurückgingen. Diese Reduktion von Aerosolen, die Sonnenlicht reflektieren und Wolkenbildung fördern, wird für einen Teil des beschleunigten Temperaturanstiegs von 0,044 Grad Celsius in diesem Zeitraum verantwortlich gemacht, was 52 Prozent der beobachteten Beschleunigung ausmacht. Trotz dieser Erkenntnis betonen die Forscher die Unverzichtbarkeit der Aerosolreduktion für die menschliche Gesundheit, da Luftverschmutzung weiterhin ein ernstes Problem darstellt.