Die französische Verbraucherschutzbehörde DGCCRF hat gegen Nintendo eine Strafzahlung in Höhe von 35 Millionen Euro verhängt. Grund dafür ist der sogenannte „Joy-Con-Drift“, ein technischer Defekt der Nintendo Switch-Controller, der zu ungewollten Eingaben führt. Der Behörde zufolge informierte Nintendo die Kunden zwischen 2018 und 2023 nicht ausreichend über das Problem, obwohl das Unternehmen bereits seit 2018 Kenntnis davon hatte. Das Verfahren wurde durch eine Beschwerde des Verbands UFC-Que Choisir im Jahr 2020 eingeleitet und endete in einem Strafvergleich. Nintendo akzeptierte die Zahlung, bestreitet jedoch eine vorsätzliche Täuschung oder ein Schuldeingeständnis. Zusätzlich muss das Unternehmen einen Hinweis auf die irreführenden Praktiken auf seiner französischen Webseite veröffentlichen. Diese Strafe stellt eine der höchsten in der Geschichte der DGCCRF dar und folgt auf jahrelangen Druck durch europäische Verbraucherschützer.