Frankreich: Nicolas Sarkozy beteuert erneut Unschuld im Libyen-Prozess 07.04.2026

Frankreichs ehemaliger Präsident Nicolas Sarkozy hat im Berufungsprozess um mutmaßliche Wahlkampfgelder aus Libyen erneut seine Unschuld beteuert und die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft wirft Sarkozy und neun weiteren Angeklagten, darunter enge Vertraute, vor, während seiner Zeit als Innenminister Kontakte zu Abdallah Senoussi, einem libyschen Geheimdienstvertreter und Verwandten Muammar Gaddafis, wegen Wahlkampffinanzierung unterhalten zu haben. Senoussi war in Frankreich wegen eines Flugzeuganschlags mit 170 Toten, darunter 54 Franzosen, zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sarkozy sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus und erklärte, er sei unschuldig. In erster Instanz war er 2025 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden und hatte bereits in zwei weiteren Fällen Haftstrafen erhalten, die er stets bestritt.














