Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Ausweitung der Bodenoffensive im Libanon angeordnet, die sich nun vom Litani-Fluss bis zum Zaharani-Fluss erstreckt. Die israelische Armee meldete die Einnahme der historischen Festung Beaufort und strategisch wichtiger Hügelketten, was eine Ausweitung der Kontrolle über den Südlibanon bedeutet. Diese Eskalation, die trotz einer vor sechs Wochen vereinbarten Waffenruhe und laufender diplomatischer Bemühungen in Washington erfolgt, folgt auf verstärkte Raketen- und Drohnenangriffe der vom Iran unterstützten Hisbollah auf Nordisrael. Frankreich hat als Reaktion darauf eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates gefordert, da die fortgesetzten israelischen Operationen eine weitere Eskalation und einen Verstoß gegen das Völkerrecht darstellen könnten, auch wenn die Selbstverteidigung Israels anerkannt wird. Seit Beginn des Konflikts am 2. März wurden im Libanon über 3370 und in Israel 28 Menschen getötet.