Das Schweizer Parlament berät derzeit über die Bestätigung eines Freihandelsabkommens zwischen den Efta-Staaten und den Mercosur-Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Ziel ist der Abbau von Zöllen, wodurch rund 96 Prozent der Schweizer Exporte zollfrei würden, was laut Seco jährliche Einsparungen von über 155 Millionen Franken verspricht. Im Gegenzug erhält der Mercosur Zugang zu 25 Agrarkontingenten. Das Abkommen ist jedoch hochumstritten: Kritiker wie Professorin Elisabeth Bürgi warnen vor fehlenden verbindlichen Produktionsstandards und einer möglichen Förderung der Entwaldung sowie dem Einsatz verbotener Pestizide. Während das Seco die Umweltauswirkungen als gering einstuft und auf die Einhaltung Schweizer Vorschriften verweist, warnen Studien von Public Eye vor einem massiven Anstieg der Treibhausgasemissionen. Der Bundesrat lehnt derzeit eine Übernahme der EU-Entwaldungsverordnung ab.