Gefahr aus Russland: Warum Finnland seine Verteidigungsausgaben verdoppeln will 09.06.2026

Eine parlamentarische Arbeitsgruppe in Finnland hat empfohlen, die Verteidigungsausgaben des Landes bis in die 2030er Jahre zu verdoppeln, trotz eines angespannten Haushalts und bestehender Sparmaßnahmen. Diese Empfehlung, die deutlich über die NATO-Zielmarke von 3,5 Prozent des BIP hinausgeht, begründet sich mit der wachsenden und ernster werdenden Bedrohung durch Russland, der Notwendigkeit, die Kriegsführung angesichts neuer Technologien wie Drohnen und KI anzupassen, der Unsicherheit über die zukünftige Rolle der NATO und der Modernisierung veralteter Waffensysteme. Finnland, das eine über 1300 km lange Grenze mit Russland teilt und seit dem Überfall der Sowjetunion 1939 auf seine Verteidigung bedacht ist, hat nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die NATO-Mitgliedschaft beantragt, zweifelt aber an der Verlässlichkeit der US-amerikanischen Bündnispartner und betont die Notwendigkeit europäischer Eigenverantwortung. Die dafür benötigten Milliarden Euro stellen eine erhebliche finanzielle Herausforderung dar, da das Land seit Jahrzehnten kaum Wirtschaftswachstum verzeichnet.














