Gefälschte Rettungseinsätze am Everest: 33 Angeklagte sollen Millionen erbeutet haben 08.04.2026

In Nepal wurden 33 Personen, darunter Ärzte, Klinikbetreiber, Hubschrauberpiloten und Trekking-Führer, wegen organisierter Kriminalität und Vergehen gegen den Staat angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, über Jahre hinweg durch vorgetäuschte medizinische Notfälle am Mount Everest und in anderen Teilen des Himalaya Millionen von Euro von ausländischen Versicherungsgesellschaften erbeutet zu haben. Die Ermittlungsakte des Central Investigation Bureau (CIB) beschreibt ein System, bei dem angeblich unnötige Rettungseinsätze mit Hubschraubern inszeniert wurden, um hohe Rechnungen bei Versicherungen einzureichen. In einigen Fällen sollen Touristen aktiv in die Betrügereien eingebunden gewesen sein, während andere durch übertriebene Symptome der Höhenkrankheit zur Panik gebracht wurden. Die geografischen Gegebenheiten und die mangelnde Echtzeitüberprüfung durch Versicherungen begünstigten die Machenschaften, die bereits 2018 aufgedeckt, aber offenbar nicht wirksam bekämpft wurden.














