Gegen dieses Leiden wirkt medizinisches Cannabis kaum 17.03.2026

Eine umfassende Meta-Analyse von 54 klinischen Studien mit 2477 Patienten, veröffentlicht in "The Lancet Psychiatry", deutet darauf hin, dass medizinisches Cannabis keinen nachweisbaren Nutzen bei Depressionen, Angststörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen hat und sogar Risiken birgt, wie die Verzögerung wirksamerer Therapien. Die Studie, die Daten von 1980 bis 2025 auswertete, fand jedoch einen möglichen Nutzen bei Autismus, Schlaflosigkeit und Tourette-Syndrom, betonte aber die niedrige Qualität der Befunde und die Notwendigkeit begleitender Therapien. Während bei Epilepsie, Multipler Sklerose und Schmerzen ein Nutzen nachweisbar ist, kritisiert eine Expertin die pauschale Bewertung von THC und CBD und sieht Hinweise auf eine Wirksamkeit von CBD bei sozialen Angststörungen. In Deutschland, wo medizinisches Cannabis seit 2017 legal ist und seit April 2024 nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, sind die Importe im ersten Halbjahr 2025 um über 400 Prozent auf 80 Tonnen gestiegen, was zu Plänen zur Eindämmung des Missbrauchs durch Verschärfungen bei der Verschreibungspraxis führt.














