Bei einem Gefecht in kubanischen Gewässern vor der Provinz Villa Clara wurden am Mittwoch vier Insassen eines aus den USA stammenden Schnellboots von der kubanischen Küstenwache erschossen. Laut dem kubanischen Innenministerium wollte die Gruppe, bestehend aus Kubanern mit Wohnsitz in den USA, "zu terroristischen Zwecken" in Kuba infiltrieren und einen Aufstand gegen die Regierung anzetteln. Einer der Getöteten, Michel Ortega Casanova, soll laut einem Bekannten gegen die "kriminelle und mörderische" Regierung kämpfen wollen. Die USA, die den Vorfall untersuchen, haben ihre Kooperationsbereitschaft signalisiert, wobei ein US-Regierungsmitarbeiter angab, dass mindestens zwei Bootsinsassen die US-Staatsbürgerschaft besaßen. An Bord des Bootes wurden Waffen und Ausrüstung beschlagnahmt, während der Vorfall inmitten verschärfter Spannungen zwischen den USA und Kuba geschah.