Gemeinden sehen ein Großstadtproblem 19.06.2026

Bildungsminister Christoph Wiederkehr treibt die Einführung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres voran, das ab dem Schuljahr 2027/28 gelten soll. Mit dem Doppelbudget 2027 und 2028 stehen dem Bildungsressort 440 bzw. 520 Millionen Euro für solche „Offensivmaßnahmen“ zur Verfügung, darunter die Vorbereitung des verpflichtenden zweiten Jahres. Befürworter erhoffen sich Vorteile bei der finanziellen Entlastung von Eltern, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie bei der Integration und dem Deutscherwerb. Der Österreichische Gemeindebund sieht darin jedoch primär eine Lösung für Großstadtprobleme wie Integrationsdefizite in Wien und kritisiert, dass die Einführung Kosten für die Gemeinden verursachen könnte, die vom Bund abgegolten werden müssten. Die bereits jetzt sehr hohen Betreuungsquoten von fast 96 Prozent bei Vierjährigen bundesweit werfen Fragen nach der Notwendigkeit und den Auswirkungen auf ländliche Regionen auf.














