Die Europäische Volkspartei (EVP) sieht sich mit Vorwürfen der Zusammenarbeit mit rechtsextremen Parteien, darunter die AfD, im Europaparlament konfrontiert. Recherchen enthüllten, dass Mitarbeiter der EVP und anderer Fraktionen gemeinsam an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik arbeiteten, der unter anderem die Abschiebung von Asylsuchenden in "Return Hubs" außerhalb der EU vorsieht. Trotz Kritik von CDU und CSU-Spitzen, die personelle Konsequenzen forderten, hat die EVP-Fraktion in Brüssel keine disziplinarischen Maßnahmen oder Rücktritte beschlossen. Fraktionschef Manfred Weber distanzierte sich von den Kontakten und betonte die Wichtigkeit der "Brandmauer" zur AfD, während die Mitarbeiterin eines beteiligten französischen Abgeordneten das Büro verlassen hat. Der umstrittene Migrationsvorschlag wird voraussichtlich eine Mehrheit im Parlament finden.