Gene sind kein Schicksal bei Schizophrenie 22.03.2026

Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die stark von Vorurteilen geprägt ist, wobei genetische Faktoren eine zentrale Rolle spielen. Etwa 80 Prozent des Erkrankungsrisikos sind genetisch bedingt, während Umweltfaktoren die restlichen 20 Prozent ausmachen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es ein einzelnes "Schizophrenie-Gen" gibt, sondern dass die Veranlagung entscheidend ist. Die Familie Galvin, bei der sechs von zehn Brüdern an Schizophrenie erkrankten, verdeutlicht diesen biologischen Hintergrund, insbesondere durch eine Veränderung im SHANK-Gen, das für Synapsen wichtig ist. Trotz dieser Erkenntnisse kann das Verständnis von Genetik das Stigma verschärfen, da es fälschlicherweise als unausweichliches Schicksal interpretiert werden kann. Um Stigmatisierung abzubauen, ist es wichtig, Betroffene auf Augenhöhe zu begegnen und das Verständnis von psychischer Gesundheit als Spektrum statt als Dichotomie zu begreifen. Moderne Methoden ermöglichen eine gute Erkennung und Behandlung von Schizophrenie, da Gene kein Schicksal sind.














