Dieser Faktor hat womöglich weit mehr Einfluss als gedacht 04.02.2026

Neue Forschungsergebnisse, veröffentlicht in "Science", stellen bisherige Annahmen über die menschliche Lebensdauer in Frage und deuten darauf hin, dass genetische Faktoren eine deutlich größere Rolle spielen als bisher angenommen. Während frühere Schätzungen den Einfluss von Genen auf 20-25 Prozent bezifferten, legen die neuen Erkenntnisse nahe, dass etwa 50 Prozent der Unterschiede in der Lebensspanne auf Erbanlagen zurückzuführen sind. Dies wurde durch die Analyse von Zwillingsstudien erreicht, bei denen die Forscher eine entscheidende Schwäche in der Unterscheidung zwischen inneren und äußeren Todesursachen identifizierten. Durch die Herausrechnung von äußeren Todesursachen, die weitgehend zufällig und unabhängig von der Genetik auftreten, konnten die genetischen Einflüsse realistischer eingeschätzt werden. Historische Daten bestätigten diese Korrektur, indem sie zeigten, dass ein Rückgang äußerer Todesursachen mit einer Verdopplung der geschätzten Vererbbarkeit der Lebensspanne einherging. Es wird betont, dass diese Ergebnisse populationsbasiert sind und keine direkten Rückschlüsse auf die Lebensdauer einzelner Personen zulassen, bei denen Lebensstil und Umwelt weiterhin eine zentrale Rolle spielen.















