GERICHT: Causa Wienwert: Freispruch für Nevrivy 07.05.2026

Ein Gericht hat im Rahmen des Wienwert-Prozesses einen Freispruch für einen Bezirksvorsteher im Zusammenhang mit der Weitergabe von Informationen über eine geplante Remisenerweiterung der Wiener Linien ausgesprochen. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hatte behauptet, der Beschuldigte habe interne Aktenvermerke über den Grundstücksstandort an den damaligen Wienwert-Chef Stefan Gruze weitergegeben, der das Grundstück gewinnbringend weiterverkaufte, was zu einem Schaden von rund 850.000 Euro für die Stadt Wien geführt haben soll. Im Gegenzug soll der Bezirksvorsteher VIP-Tickets für Fußballspiele und Sponsoring für seine Lieblingsband erhalten haben. Das Gericht begründete den Freispruch damit, dass die Informationen zum Zeitpunkt der Weitergabe kein Amtsgeheimnis mehr darstellten und ein Tatnachweis mit der notwendigen Sicherheit nicht geführt werden konnte. Auch Gruze wurde in diesem Zusammenhang freigesprochen.



















