Gerrymandering: Vor den Midterms gibt es Streit um Wahlkreise 07.05.2026

In den USA tobt ein intensiver parteipolitischer Streit um die Neuzuschneidung von Wahlkreisen, bekannt als "Gerrymandering", mit unmittelbaren Auswirkungen auf die bevorstehenden Midterm-Wahlen. Bürger in Virginia haben für eine Umgestaltung gestimmt, die den Demokraten potenziell zehn von elf Sitzen im Repräsentantenhaus sichern könnte, während die Republikaner nur noch einen Sitz behalten würden. Diese Strategie, die darauf abzielt, die Wahlergebnisse durch gezieltes "Packing" oder "Cracking" von Wählergruppen zu beeinflussen, wird von beiden Parteien seit dem 19. Jahrhundert angewendet, gewinnt aber aktuell an Brisanz, da sie mitten im Dekadenzyklus stattfindet. Texas gab mit einer republikanisch motivierten Neuziehung den Anstoß, woraufhin Kalifornien auf demokratischer Seite ähnlich verfuhr. Weitere Bundesstaaten wie North Carolina, Ohio, Missouri, Florida und Tennessee ziehen nun ebenfalls Wahlkreise neu, was zu erheblicher Kritik führt, da Kritiker die Integrität des Wahlprozesses und die Macht der Wähler gefährdet sehen.



















