Gesundheitsreform: Länder wollen bis auf Primärversorgung alles machen 15.06.2026

Die Gesundheitsreferenten der neun Bundesländer haben bei einer Konferenz am Grundlsee ein gemeinsames Positionspapier zur Gesundheitsreform erarbeitet, das als Basis für die Landeshauptleute-Konferenz in Tirol und den Dialog mit dem Bund dient. Die Länder fordern eine Bündelung von Macht und Finanzierung für den spitals- und fachärztlichen Bereich. Ziel ist eine gemeinsame Finanzierungsverantwortung von Bund, Sozialversicherung und Ländern, um Pauschalen durch eine Beteiligung an den tatsächlichen Kosten zu ersetzen und Fehlanreize zu vermeiden. Während die Primärversorgung weiterhin unter der Organisation der Sozialversicherung bleiben soll, wollen die Länder die Verantwortung für die fachambulante und stationäre Versorgung übernehmen. Zudem wird ein gemeinsamer Innovationsfonds für hochpreisige Therapien sowie die Absicherung von Vorhalteleistungen gefordert. Gesundheitsministerin Korinna Schumann bewertete die Einigkeit der Länder als positives Signal für den weiteren Reformprozess.














