Gewalt jüdischer Siedler im Westjordanland: „Niemand kann hier arbeiten. Es ist zu gefährlich“ 02.03.2026

Seit Oktober 2023 hat die Gewalt jüdischer Siedler im Westjordanland drastisch zugenommen, was zu erheblichen Beeinträchtigungen und Gefahren für palästinensische Unternehmen und Gemeinschaften führt. Roland Bassir, ein Fabrikbesitzer in Taybeh, berichtet von wiederholten Angriffen bewaffneter Siedler auf seine Fabrik, die zu Zerstörung, finanziellen Verlusten von rund 137.000 Euro und einem Rückgang seiner Belegschaft von zwölf auf zwei Mitarbeiter geführt haben. Die Vereinten Nationen haben seit Januar 2025 1.485 Siedlerangriffe dokumentiert, bei denen neun Palästinenser getötet wurden. Die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu wird beschuldigt, Siedlern Straffreiheit zu gewähren und die Zweistaatenlösung durch die Legalisierung von Siedlungen und Außenposten zu untergraben. Auch Beduinengemeinschaften sind zunehmend Ziel von Angriffen, wie die Vorfälle in Rammun und Mukhmas zeigen, bei denen Menschen verletzt und getötet wurden, während israelische Soldaten oft nicht eingreifen.














