GKV-Reform: Krankenkassen-Chef fordert Umbau des Systems 31.03.2026

Ralf Hermes, der Chef der IKK Innovationskasse, fordert einen radikalen Umbau des deutschen gesetzlichen Krankenversicherungssystems angesichts eines drohenden Finanzlochs von 15 Milliarden Euro im kommenden Jahr, das bis 2030 auf über 40 Milliarden Euro anwachsen könnte. Anstatt punktueller Reformen schlägt Hermes ein neues System mit drei Säulen vor: eine staatliche Grundsicherung für kostspielige Leistungen wie Krankenhausaufenthalte und stationäre Pflege, finanziert durch staatliche Zuschüsse und Arbeitgeberbeiträge von zehn Prozent des Bruttolohns. Die zweite Säule, die soziale Krankenversicherung, soll die alltägliche medizinische Versorgung abdecken und durch eine monatliche Pauschale von 150 Euro pro Versichertem sowie Eigenbeteiligungen finanziert werden, wobei die bisherige einkommensabhängige Beitragslogik und die beitragsfreie Familienversicherung entfallen würden. Zusatzleistungen und Krankengeld sollen künftig privat abgesichert werden, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten.














