Angesichts der hohen Erdgaspreise, die durch den Iran-Krieg und die Beschädigung katarischer LNG-Infrastruktur verursacht werden, lohnt es sich für Energieunternehmen derzeit nicht, die stark geleerten Gasspeicher für den kommenden Winter wieder zu befüllen. Energieministerin Katherina Reiche lehnt ein staatliches Eingreifen zunächst ab und setzt auf den Markt, obwohl Gasmarktexperte Sebastian Gulbis vor einem drohenden Gasmangel und Versorgungsproblemen warnt, falls die Speicher nicht gefüllt werden. Die Situation wird durch geopolitische Unsicherheiten und die Konkurrenz mit asiatischen Staaten um LNG verschärft. Reiche erwägt nun eine strategische Gasreserve, ähnlich wie beim Öl, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, auch wenn dies mit Kosten verbunden ist.