Invasive Art in Griechenland Fangprämie für giftigen Hasenkopf-Kugelfisch 29.06.2026

Die griechische Regierung hat ein Prämienprogramm für Berufsfischer rund um Kreta und in der südlichen Ägäis eingeführt, um die Population des invasiven Hasenkopf-Kugelfisches einzudämmen. Pro Kilogramm des Fisches erhalten Fischer 5,33 Euro. Fischerei-Verbände begrüßen die Maßnahme, da der Hasenkopf ihnen durch das Zerbeißen der Netze und das Fressen des Fangs erhebliche Schäden zufügt. Zudem verdrängt er heimische Arten und vermehrt sich stark. Das Griechische Zentrum für Meeresforschung (HCMR) weist darauf hin, dass wissenschaftliche Modelle negative Folgen für die Biodiversität zeigen, obwohl es nur wenige gezielte Studien gibt. Der Fisch enthält das Nervengift Tetrodotoxin, das durch Kochen nicht zerstört wird, doch wurden seit 2022 nur ein Badeunfall und ein Fall von Vergiftung durch Verzehr gemeldet. Der Hasenkopf stammt ursprünglich aus dem Indischen Ozean und dem Pazifik und wanderte durch den Suezkanal ein; er wurde erstmals 2003 im Mittelmeer nachgewiesen.













