Die Grünen fordern eine effizientere Gestaltung des deutschen Gesundheitssystems, um die Ausgaben zu senken, ohne dabei Leistungen zu kürzen. Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünenfraktion, betont, dass es ein klares Ausgabenproblem gibt, da die Gesundheitskosten über eine Milliarde Euro pro Tag betragen. Er schlägt vor, dass der Staat die Finanzierung der Mitversicherung von Bürgergeldbeziehern aus Steuermitteln übernimmt, was die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) um geschätzte zehn Milliarden Euro entlasten könnte. Weitere Vorschläge umfassen eine bessere Patientensteuerung, niedrigere Arzneimittelpreise, den Abbau von Über- und Fehlversorgung, die Konzentration von Leistungen auf bestimmte Standorte und eine Anhebung des Herstellerrabatts für neue Medikamente auf 17 Prozent. Dahmen kritisiert die hohe Krankheitslast durch Genussmittel und fordert eine stärkere Besteuerung dieser Branchen. Er warnt, dass ohne umfassende Reformen die Beiträge zur GKV bis zum Ende der Legislatur auf bis zu 25 Prozent steigen könnten, was den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden würde.