Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin die Rückkehr von 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb der nächsten drei Jahre als Zielmarke genannt. Diese Aussage stieß auf breite Kritik, insbesondere von den Grünen und der SPD. Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner bezeichnete die angestrebte Quote als "abenteuerlich", da die Sicherheitslage in Syrien als fragil eingeschätzt wird und eine Rückkehr für viele keine Option sei. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Anke Rehlinger kritisierte Merz für das Setzen konkreter Zahlen, die unrealistische Erwartungen wecken könnten, und betonte die Integration vieler Syrer in Deutschland. Die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel forderte daraufhin ein Einbürgerungsmoratorium und die sofortige Abschiebung. Merz präzisierte, dass es sich um eine Zielmarke handle und gut integrierte Syrer in Deutschland bleiben könnten, während er die Rückführung von Straftätern und Gefährdern priorisiere.