Der Bundestag hat eine umfassende Asylrechtsreform beschlossen, die als größte Verschärfung seit 1993 gilt und von der schwarz-roten Koalition umgesetzt wird. Die Reform setzt EU-Vorgaben um, die 2024 beschlossen wurden, und beinhaltet die Verpflichtung zur Identitätskontrolle sowie Asylverfahren an EU-Außengrenzen für Asylbewerber aus Staaten mit niedriger Anerkennungsquote. Deutschland ist davon primär an Flughäfen und Seehäfen betroffen, wo abgelehnte Bewerber direkt abgeschoben werden können. Verfahren für Schutzsuchende, die bereits in anderen EU-Staaten einen Antrag gestellt haben, werden verkürzt, und die Überstellung in zuständige Staaten wird erleichtert. Gleichzeitig wird die Arbeitsaufnahme für Asylbewerber in Aufnahmeeinrichtungen von sechs auf drei Monate verkürzt. Die Reform stößt auf Kritik von AfD, Grünen und Linken, während die Koalition sie als Fortschritt zur Schaffung von Ordnung und zur Gewährleistung von Schutz für Schutzbedürftige verteidigt.