Halterdaten-Missbrauch: Fachstellen fordern strengere Regeln für Halterabfragen 07.07.2026

In der Schweiz führt der Missbrauch von Halterabfragen zu wachsender Besorgnis, da Männer die Wohnadressen von Frauen anhand von Autokennzeichen ermitteln, um sie zu Hause aufzusuchen. Das Gleichstellungsbüro und verschiedene Fachstellen kritisieren die aktuelle Praxis, bei der Name und Adresse oft ohne Hürden online abrufbar sind. Zwar besteht eine Opt-out-Regelung, die es Fahrzeughaltern ermöglicht, ihre Daten kostenlos zu sperren, doch viele Betroffene kennen diese Möglichkeit nicht. Während das Bundesamt für Strassen betont, dass Belästigungen nicht dem Zweck der Auskunft entsprechen, lehnen Politikerinnen wie Nina Fehr Düsel eine Gesetzesänderung ab. Sie argumentieren, dass die Identifikation von Unfallverursachern wichtig bleibe. Experten fordern jedoch strengere Regeln, wie eine Identitätsprüfung bei Abfragen oder eine bessere Information über die Sperroptionen, um das Risiko von Stalking und Belästigung effektiv zu minimieren.
















