Hat ein Wiener Malermeister auf einer Fassade beim Stephansplatz sein Gesicht verewigt? 13.06.2026

Das "Haus zum Goldenen Becher" am Wiener Stephansplatz wurde aufwendig restauriert, wobei jedoch mehrere historische Porträts auf der Fassade unerlaubt verändert wurden. Bei der Renovierung zwischen 2019 und 2025 erhielten Figuren wie Herzog Leopold VI. und Allegorien neue, fotorealistisch anmutende Gesichter, die frappierend den Zügen des ausführenden Malers Alexander Preys und einer weiteren Person ähneln sollen. Die ursprüngliche Absicht war eine Wiederherstellung des Zustands des 19. Jahrhunderts, doch die stilistisch abweichenden Darstellungen wurden erst nach Abschluss der Arbeiten bemerkt. Die Stadt Wien hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und könnte eine Wiederherstellung des ursprünglichen Fassadenbildes verlangen, da die Änderungen weder beantragt noch genehmigt wurden. Der Maler selbst räumt ein, "aus gestalterischer Begeisterung über das Ziel hinausgeschossen" zu sein.














