Hautärzte warnen vor dramatischen Versorgungslücken 10.02.2026

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) warnt eindringlich vor sich verschärfenden Versorgungslücken in der dermatologischen Versorgung Deutschlands, da die Zahl der Hautkrebserkrankungen und chronischen Hautleiden wie Neurodermitis und Psoriasis steigt. Besonders kritisch ist die Situation in ostdeutschen Flächenländern wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo der Versorgungsgrad teilweise auf alarmierende Werte gesunken ist. In Sachsen beispielsweise sank der Versorgungsgrad in 19 von 25 relevanten Kreisregionen innerhalb von zehn Jahren, in Annaberg auf 60 Prozent und in Bautzen auf 78 Prozent. Diese Entwicklung führt zu langen Wartezeiten und verzögerten Diagnosen für Patienten. Auch in ländlichen Regionen Westdeutschlands fehlen Nachfolger für Praxen, da junge Dermatologen die Niederlassung als unattraktiv empfinden und städtische Zentren bevorzugen.














