Ein US-Bundesrichter hat Vorladungen des Justizministeriums gegen die US-Notenbank (Fed) und deren Chef Jerome Powell aufgehoben. Die Vorladungen, die offiziell wegen hoher Renovierungskosten beim Fed-Gebäude ausgestellt wurden, wurden vom Richter als politisch motivierter Druckversuch gewertet, um Powell zu einer Zinssenkung oder seinem Rücktritt zu zwingen. Der Richter kritisierte, dass die Regierung keine Beweise für ein Verbrechen Powells vorlegen konnte, obwohl das Justizministerium mit einer Anklage wegen angeblicher Falschaussagen vor dem Senat im Zusammenhang mit Gebäudesanierungen gedroht hatte. Präsident Donald Trump hatte Powell wiederholt öffentlich attackiert und eine Zinssenkung zur Ankurbelung der Wirtschaft gefordert, was die unabhängige Fed bereits mehrfach umgesetzt hatte. Powells Amtszeit endet regulär im Mai, und Trump favorisiert Kevin Warsh als Nachfolger.